Frau Paik war bereit uns ein kurzes Interview am Rande der Werkausstellung in der Akademie der bildenden Künste in München zu geben.

Frau Paik, was hat Sie zu Ihrer Arbeit inspiriert?

Postkartenständer haben zwei wichtige Funktionen für mich. Einmal das Drehen und das Präsentieren. Ich wollte in meiner Arbeit mit beiden Funktionen spielen und sie etwas brechen – zum einen die menschliche Kraft aus der Gleichung nehmen und die Sichtbarkeit der Postkarten verschwimmen lassen. Auch meine anderen Arbeiten spielen oft mit diesem Gedanken.

Haben Sie einen besonderen Bezug zur Postkarte, was macht die Postkarte so sympathisch – was verbinden Sie damit?

Ich komme ursprünglich aus Südkorea, dort gibt es viel weniger die Gewohnheit aus dem Urlaub Postkarten zu verschicken. Auch in Museen gibt es weniger Auswahl an Künstlerpostkarten. In Deutschland hingegen habe ich an diesem analogen Brauch gefallen gefunden. Vielleicht kam auch aus dieser ungewohnten Menge an Postkarten, vor allem in Museumsshops, die Idee zur Arbeit.

Welche Zukunft sehen Sie für die Postkarte (in unserer von Whatsapp und Facebook geprägten Zeit, in der wir immer und überall online miteinander verbunden sind)?

In Korea funktionieren soziale Interaktionen zum großen Teil nur noch digital. Wie oben angesprochen nutzen wir eher unser Smartphone für Urlaubsgrüße. Nun könnte man denken diese Entwicklung ist unausweichlich, da aber in Deutschland die Postkartenkultur sehr tief sitzt und Menschen eigentlich eine große Sehnsucht nach analoger Kommunikation haben bleibt die Postkarte sicher erhalten.

Wie kamen Sie auf Fluhr Displays? Was hat Sie bei Fluhr Displays besonders angesprochen?

Als Fluhr Displays auf meine Anfrage reagierte war ich sehr begeistert. Denn im Laufe meiner Recherche hatte sich für mich ergeben, dass sowohl die Auswahl und das tolle Design von Fluhr Displays hervorsticht. Für meine Recherche war ich auf Internetseiten angewiesen und sowohl der Internetauftritt und die Kommunikation von Fluhr Displays waren erstklassig. Begeistert hat mich auch das Große Verständnis, dass meinem Kunstprojekt entgegengebracht wurde. Ich bin ungemein glücklich über das Zusammenkommen dieses Sponsorings.

Thema „Aufmerksamkeit“ – ein Bindeglied zwischen Kunst und Warenpräsentation. Was empfehlen Sie aus Sicht einer Künstlerin für den Umgang mit Displays und Warenpräsentationen?

Ich habe vor meinem Kunststudium Mode und Textil Design studiert. Dort ist die Warenpräsentation ein Hauptbestandteil. Man erstellt zuallererst natürlich ein Produkt, um dieses aber zu inszenieren, z.B. in einer Fashionshow spielt man mit Elementen aus der Kunst: Theater, Musik. Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit könnte man in der Warenpräsentation das Element der Neugier nutzen, etwas das die Installations Kunst sehr gut beherrscht. Ein Postkartenständer aus Neonröhren oder ein zum Musikinstrument umgebauter erhascht im richtigen Kontext sicher einige Blicke.

Wir wünschen Frau Paik weiterhin viel Erfolg und bedanken uns ganz herzlich für das Interview.